Sonntag, 30. November 2008

Mein November

Auf ein neues! Am Sonntag schon wollte ich diesen Eintrag fertig stellen. Doch beim Schreiben desselben ist mir mein Rechner abgeraucht. Ja, es ist schlimmer als es klingt. Dankbarerweise hat mir Oscar für die Zeit der Reparatur sein Zweit-Notebook überlassen. Mal schauen, wie weit ich hiermit komme. Also nochmals das ganze:

 
Lang hat sich auf dieser Seite nichts geregt. Das hat auch einen guten Grund, wie ich finde. Denn schließlich lässt sich somit großartig eine große Geschäftigkeit simulieren.
Aber nein. Es hat sich, wie es sich gehört, natürlich tatsächlich einiges abgespielt hier in den letzten Tag und, wie es sich gehört, ist mir meine Zeit und Laune viel zu wertvoll, als dass ich mich detailverliebt auf all die Kleinigkeiten einlassen würde.
Mal ein paar generelle Fakten vorweg: Mir geht es nach wie vor fantastisch hier. Das Leben in meiner WG gestaltet sich nach wie vor auf einem sehr freundschaftlichem und freundlichem Niveau. Der zu Internatszeiten berüchtigte Lagerkoller nach den ersten zwei Monaten des Zusammenlebens auf engem Raum, dessen Zusammenhänge durchaus auch auf WGs übertragen werden kann, blieb aus und ich bin optimistisch genug, um zu behaupten, dass ein solcher Koller auch in Zukunft ausbleiben wird.
Vom Wetter der ersten Tage bleiben leider auch nur noch die Erinnerungen. Zwar sind die Temperaturen oft genug noch im zweistelligen Bereich, doch lässt ein kalter Wind vom kalten Landesinneren wohlige Lustgefühle alsbald erlöschen.
Mein Spanisch hält sich zurzeit auch leider noch in großzügigen Grenzen. Aber dafür verbessert sich mein Englisch spürbar, was ich immer wieder als praktische Ausrede mir selbst gegenüber empfinde, um mir weitere Bemühungen des spanisch Lernens bezüglich vorzuenthalten.
Doch ganz so schlimm steht es dankenswerterweise nicht um meine Anstrengungen. Zweimal in der Woche treffe ich mich mit der Montse. Ja dies ist ein Name. Ein recht gängiger sogar. Sie ist eine Doktorandin im Büro neben mir und gehört zu den Leuten, mit denen ich des Mittags zu speisen pflege. 
Da sie im vierten Jahr deutsch lernt (so nebenbei, nicht hauptberuflich) habe ich eins und eins zusammenaddiert und ihr einen regelmäßigen Austausch von Verbalien vorgeschlagen. Freudestrahlend (das macht sie häufiger) nahm sie an.
Voller Optimismus ging ich somit auch letzte Woche in das Language Exchange Meeting letzten Donnerstag. Dieses Couchsurfing Treffen war voller Leute. Entsprechend musste man sich bei den Verständigungen in den größeren Runden auf den sprachlich größten gemeinsamen Teiler einigen, welcher natürlich Englisch war.
Doch ich werde wiederkommen. Die Menschen haben mich mit ihrer Art und Weise mit mir zu kommunizieren davon überzeugt.  
Kickern ist in Spanien übrigens ein Albtraum. Da haben sich nicht so mit den guten deutschen Tugenden, wo das Spiel aus der Verteidigung und dem Mittelfeld heraus entschieden wird. Nein. Stattdessen hat man eine 3-3-4 Aufstellung, absurde Kickerfiguren aus Blech und eine gewölbte Spielfläche. Wehe dem, der gegen erprobte Spanier bestehen will!

Diese Erfahrung durfte ich zumindest letzten Samstag machen, welcher in einem Haus samt Bowlingbahn verbracht wurde. Bowlen war ich dann auch. Sogar gegen einen echten Amerikaner. Es stellte sich heraus, dass Markus und ich auf einem ähnlichen Niveau sind.

Hm? Und sonst? Oh ja! Ein Weilchen ist es schon her, aber ich bekam Besuch. Die Felicitas war für ein Wochenende zu besuch. Wir haben uns gut verstanden. Und wir haben es auch geschafft, die Pförtnerin auszutricksen. Denn eigentlich dürfen wir in unserer WG gar keine Mädels übernachten lassen, weil der Vermieter des Hauses ein fanatischer Katholik ist und da so seine Regeln hat.
Doch eine Pförtnerin hat nunmal am Sonntag ihren Ruhetag und auch Samstags ist sie nur am Vormittag da. Somit hält sich das Risiko gesehen zu werden in Grenzen.
Zwischendurch war ich auch auf einem Stereolab-Konzert. Ganz allein. Ich habe es sehr genießen können.

Achja! Und letzte Woche war ich ganz, ganz verrückt! Sowohl zweimal bin ich ganz früh aufgestanden, um einen Sonnenaufgang zu betrachten. 
Am Montag am Strand und allein und am Dienstag von der Anhöhe des Park Güells aus gemeinsam mit Markus. Hach. Kinners... Das war schon was. 
Gern würd ich jetzt all die Kitsch-Fotos hochladen! Doch das ist grad schwierig. Schließlich ist der Rechner auf welchem sich die Bilder befinden (hoffentlich nur vorerst) hinüber.

Grad gabs Risotto zum Abendbrot. Das war schön. Und auch lecker. Dabei kam mir sogar eine Idee, über was ich unbedingt noch schreiben wollte. Doch nun ist es mir entfallen. Ich werde später darüber berichten.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine herrliche Adventszeit!

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